Dieses Jahr durften wir eine unfassbare Gebetserhörung erleben.
Mein Papa bekam vor über 20 Jahren die Diagnose COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Damals war er vierzig Jahre alt und sehr erschüttert, denn eigentlich ist das eine „Alte-Leute-Krankheit“.
Wie fast immer bei dieser Krankheit kam auch ein Lungenemphysem dazu. Das ist eine chronische Erkrankung, bei der die Lungenbläschen irreversibel zerstört werden. Das wiederum führt dazu, dass weniger Sauerstoff ins Blut gelangt, die Lunge ihre Elastizität verliert und das Atmen erschwert wird.
Jahrelang bergab
Seit Februar 2020 stand mein Papa auf der Transplantationsliste. Die letzten Jahre ging es nur noch bergab. Papa musste aufhören zu arbeiten, ging nicht mehr außer Haus und war zum Schluss nur noch mit Sauerstoffgerät anzutreffen. Aufrecht stehen habe ich meinen Papa schon jahrelang nicht mehr gesehen. Jeder Gang zur Toilette war eine Qual. Selbst einfachste Aufgaben brachten ihn außer Atem und an die Grenze seiner Möglichkeiten. Seine Enkel konnte er auch im Säuglingsalter nur wenige Minuten auf dem Arm halten. Mit Pflegestufe 2 und immer weniger Teilnahme am Leben schwand die Hoffnung auf Veränderung. Im Juni 2025 bestätigen ihm zwei unabhängige Arztgespräche, dass er so schnell keine neue Lunge bekäme und mit mindestens ein bis zwei Jahren weiterer Wartezeit rechnen müsse.
Fasten und beten
Wir beten schon lange für eine neue Lunge. Letztes Jahr im Januar fastete ich 21 Tage und brachte dieses Anliegen intensiv vor Gottes Thron. Dieses Jahr folgten weitere zehn Tage intensiver Fastenzeit, jeden Monat gab es einen weiteren Tag Fasten für Papa.
In dieser dunklen Zeit des Wartens fand mein Papa Jesus. Das war schon ein Geschenk! Papa sagte immer, nach Hause zu Jesus zu gehen wäre nicht die schlechteste Alternative.
In der dunklen Zeit des Wartens fand mein Papa Jesus.
Die erlösende Nachricht
Am 23. Juni 2025 kam der erlösende und für alle mehr als überraschende Anruf: Es gibt eine Lunge für Papa! In der Nacht vom 24. auf den 25. Juni wurde ihm seine neue Lunge transplantiert. Was für ein Wunder! Damit nicht genug. Die neue Lunge funktioniert von Anfang an zu 100%. Unser Gott ist so großartig! Papa war nur drei Tage auf der Intensivstation und ist inzwischen schon in der Rehaklinik. Seine Ärzte bestätigen, dass sein Genesungsverlauf selten ist. Danke, Jesus!
Seine Ärzte bestätigen, dass sein Genesungsverlauf selten ist. Danke, Jesus!
Wir haben auch für die Spenderfamilie gebetet und sind dieser ewig dankbar. Papa bekommt eine zweite Chance. Und auch jetzt, nach Monaten, geht es ihm immer noch gut.
(D.T.)